"I Am Not Your Negro" ist ein Dokumentarfilm von Raoul Peck. Der aus Kuba stammende Regisseur thematisiert darin anhand eines Fragments des Schriftstellers James Baldwin die Diskriminierung der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA.

Baldwin war mit Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King befreundet, die für die Gleichstellung der Schwarzen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kämpften. Der Autor beabsichtigte ein Buch über sie zu schreiben, konnte jedoch sein Vorhaben nicht realisieren, da er an Magenkrebs erkrankte und 1986 starb.

Facettenreicher Einblick

Peck griff das unfertige Buch von Baldwin auf und kreierte daraus einen spannenden Film, der einen vielschichtigen Einblick in die Geschichte der Diskriminierung bietet. Neben Szenen, die die Bürgerrechtsbewegung zeigen, lässt der Filmemacher dazwischen immer wieder den Autor zu Wort kommen. Dieser ging in Interviews den Fragen nach, warum Rassismus existierte und welche Folgen er für die Zukunft des Landes haben würde.

Bezüge auf aktuelle Ereignisse

Der für den "Oscar" nominierte Dokumentarfilm beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Vergangenheit: Der Filmemacher verknüpft gekonnt historische Aufnahmen mit zum Beispiel aktuellen Bildern von Ausschreitungen in der Stadt Ferguson, in der ein unbewaffneter Schwarzer von Polizisten erschossen wurde.

Dadurch entsteht eine ganzheitliche Geschichte, deren Kontinuität leider zeigt, dass die Diskriminierung im 21. Jahrhundert noch lange nicht überwunden ist.