Budapest 1956, am Vorabend des Einmarsches der russischen Truppen: In der feudalen Villa auf dem Rosenhügel lebt der führende Genosse Gabor Palfí mit seiner Frau Teresa und den Kindern Panka und Mischka ein privilegiertes Leben. Gabor hat sich mit Leib und Seele für die Ideale einer längst nicht mehr menschenfreundlichen Partei eingesetzt. Unabhängig von den historischen und politischen Fragen der Zeit treiben Panka und Mischka all jenen Unsinn, den sich Kinder stets und überall einfallen lassen. Dazu gehört es natürlich auch, große Geheimnisse vor den Eltern zu pflegen - selbst wenn das Geheimnis ein Brief ist, der an den Vater gerichtet war …

Die 1958 in Budapest geborene Mari Cantu beendete 1989 ihr Regiestudium an der Deutschen Film & Fernseh Akademie. Nach TV-Arbeiten wie "Der hellblaue Engel" sowie der weiblichen Hauptrolle in Niklaus Schillings "Die blinde Kuh" (1996) legt Cantu mit dem gefühlvoll erzählten Drama "Rosenhügel" ihr Kinofilm-Debüt vor, das die Ereignisse ganz aus der Sicht der Kinder schildert. Das ist nur teilweise gelungen, da der ganze Film nur auf dem Hügel spielt. Einziger Anhaltspunkt für politische Veränderungen ist das mehrtägige Verschwinden des Vaters und seine geistige Wandlung. Sonst bleiben Panzer und Auseinandersetzungen aussen vor.