Als am Nationalfeiertag unterhalb der Wissifluh, einer Höhenlage über dem Vierwaldstättersee, ein Toter in einem Waldstück gefunden wird, werden Reto Flückiger und Liz Ritschard mit den Ermittlungen beauftragt. Das Opfer, ein Lebemann aus dem Luzerner Jetset, scheint aus der Seilbahn gestoßen worden zu sein, die zum Ausflugrestaurant hinaufführt, wo am Vorabend eine Feier zum 1. August stattfand. Schon bald finden die beiden heraus, dass das Opfer sich mit dem Bergbauern Arnold, Besitzer der Wissifluh, gestritten hat, da er auf dessen Grund investieren wollte …

Nach "Tatort - Wunschdenken" und "Tatort - Skalpell" ist dies der dritte Fall des Schweizer Ermittler-Duos Gubser/Mayer. Von der Schweizer Regisseurin Sabine Boss vor wunderbarer Naturkulisse inszeniert, ist dies die bisher schwächste Episode. Gubser füllt zwar seine Rolle wie immer gekonnt mit Leben, doch zu verworren und aufgesetzt bleibt die wenig spannende Geschichte, die nach einem Drehbuch von Felix Benesch ("Der Fürsorger") entstand. Noch dazu bleiben die Charakterzeichnungen der handelnden Personen farblos-schablonenhaft. Und die Dialoge (fürs deutsche Fernsehen wurde der in Schwyzerdütsch gedrehte Krimi ins Hochdeutsche synchronisiert) kommen allzu phrasenhaft daher. Hier hat man das Gefühl, dass es sich lediglich um eine aufgeblasenen "Derrrick"-Folge handelt.

Foto: SWR/SRF/Daniel Winkler