Von der in Leipzig vermissten 15-jährigen Anna Römer werden in Köln auf einem Schrottplatz Spuren gefunden. Für die Ermittler Ballauf und Schenk ist klar: es gibt einen Zusammenhang mit dem Leipziger Mordfall Sarah Stellwag. Währenddessen die Kommissare ihre Arbeit aufnehmen, wird Anna von Peter Bransky an einem unbekannten Ort festgehalten und nach Foto-Vorlagen von jungen Mädchen frisiert und geschminkt. Was ist mit den Mädchen auf den Bildern geschehen und was hat Bransky mit Anna vor? Als drei Mädchenleichen aus dem Rhein gezogen werden, verhärtet sich der Verdacht, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Die Leipziger Kommissare Saalfeld und Keppler machen sich auf den Weg nach Köln, um gemeinsam mit ihren Kollegen den Fall aufzuklären.

Auch im Tatort - Kinderland führte Routinier Thomas Jauch nach der Drehbuchvorlage von Jürgen Werner Regie. Allerdings beschleicht den Zuschauer hier schnell das Gefühl, dass das Projekt auch hier hauptsächlich dem Quotenfang dient. Beide Ermittler-Duos finden nicht den richtigen Zugang zueinander - sieht man von den zarten Liebeleien zwischen Schenk und Saalfeld ab - und bleiben in ihren Ermittlungsweisen zu ähnlich. Auch dramaturgisch ist der zweite Teil eher unspektakulär, obwohl der Zuschauer die perfiden Handlungen des Mädchenschänders direkt mitverfolgt. Am Ende der Ermittlungen darf natürlich nicht die obligatorische Currywurst fehlen - Kölsch und Domblick für die Leipziger Kommissare inklusive. Was macht es da schon, wenn es die Wurstbude auf der Köln-Deutzer Seite des Rheins nie gegeben hat!

Foto: WDR/Willi Weber