Unterschiedliche Blickwinkel und lebensnahe Bilder zeigen die Geschichte des Kameramanns Nicolas, der durch seinen Beruf Kontakt zu vielen schönen und aufregenden Frauen hat. Als er sich schließlich für ein ruhigeres Familienleben entscheidet, wird er von seiner Vergangenheit eingeholt.

Warum hat der unkonventionelle britische Regisseur Mike Figgis, der mit Filmen wie "Stormy Monday" oder "Leaving Las Vegas" zu überzeugen wusste, eine derartig verquaste Soße vorgelegt? Persönliche Afrika-Erinnerungen als episodenhafte Geschichtchen, die mit kitschig-dämlichen Paradies-Szenen mit schwarzem Adam und weißer Eva gekoppelt werden. Das Thema "Verlust der Unschuld" springt einem aus jeder Ritze bzw. aus jeder Einstellung entgegen; überladen, schwermütig, schwülstig, langweilig. Hinzu kommen ungelenke Darstellungen und die nervige Grobkörnigkeit (16mm-Material wurde auf leinwandträchtige 35mm aufgeblasen). Das Werk wurde während der Berlinale zu Recht ausgepfiffen.

Foto: Universum