Signalwärter Maloin lebt zurückgezogen und einsam an der Küste. Ohne Lebensperspektive nimmt er seine Umwelt kaum noch wahr. Doch eines Tages beobachtet er einen Mord, bringt einen Koffer voller Geld an sich und beschäftigt sich in der Folgezeit mit dem Fall. Dadurch blüht der einsame Mann erstaunlicherweise wieder auf. Doch mehr und mehr stellt er sich quälende Fragen nach einer Mitschuld ...

Der ungarische Regisseur Béla Tarr filmte frei nach Georges Simenons Roman "L'Homme de Londres" (1947 als "Hafen der Versuchung" schon einmal verfilmt) in düsteren Schwarzweiß-Bildern eine schwermütige Geschichte, die an den allzu langen Einstellungen und dem äußerst zähen Tempo leidet. Immerhin – so goutieren einige – ist dieser Film nur 135 Minuten lang und nicht wieder über sieben Stunden wie Tarrs "Satantango". Existenzialisten dürften allerdings ihre Freude an derlei Schwermut haben.

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