Regisseur und Drehbuchautor James DeMonaco unterzieht die amerikanische Gesellschaft im dritten Teil seiner actiongeladenen Thrillerreihe "The Purge" erneut einer Generalüberholung. 2013 schockte der Filmemacher die Zuschauer mit seiner düsteren Zukunftsvision: "The Purge: Die Säuberung" zeigte, wie der Titel bereits andeutet, ein Amerika, das für eine Nacht im Jahr die Mühlen der Justiz stillstehen lässt und den Bürgern absolute Straffreiheit gewährt - auch bei Mord. Daher treibt es die Menschen in diesen Stunden auf die Straße, wo sie ein Blutbad anrichten.

Das Grundkonzept der Geschichte überzeugte vor allem durch seine subtile Sozialkritk. Doch der Thriller scheiterte letzlich an sich selbst, und DeMonaco gelang es nicht, über stereotype Schockmomente und genretypische Konventionen hinaus zu begeistern. Zwar bedeutete der zweite Teil "The Purge: Anarchy" eine merkliche Steigerung, dennoch bietet auch der dritte Teil wenig mehr als den gängigen Nervenkitzel. Fans der Reihe dürfen sich aber auf alte Bekannte freuen.

Politische Säuberung

Denn Leo Barnes (Frank Grillo), Protagonist des zweiten Teils, bekommt es zwei Jahre nach den dramatischen Geschehnissen in "The Purge: Anarchy" diesmal mit fanatischen Bürgern zu tun, die der Präsidentschaftskandidatin Charlene Roan (Elizabeth Mitchell) an den Kragen wollen. Barnes, der als Sicherheitschef der Senatorin ins Kreuzfeuer gerät, muss die Politikerin nun vor ihren Gegnern schützen und mit allen Mitteln ums Überleben kämpfen.