In Brighton Ende der Fünfzigerjahre verdient ein Ex-Polizist - durch seine Schuld wurde ein Kollege erschossen - als schäbiger Privatdetektiv sein Geld. Er hat sich mit seiner Frau darauf spezialisiert, Ehebrüche zu inszenieren, damit die jeweiligen Klienten weniger Probleme mit ihrer Scheidung haben. Als er 'mal wieder ein "Überraschungsfoto" schießen will, findet er seine Frau und den Kunden bestialisch ermordet vor. Da auch der Detektiv als möglicher Täter in Frage kommt, greift er seinem alten Polizei-Freund bei dessen Ermittlungen tatkräftig unter die Arme ...

Das gelungene Leinwand-Regiedebüt des Briten Simon Moore, der hier einen sehr amerikanisch wirkenden Thriller inszenierte. Ein "Red Haring" (= falsche Fährte) folgt dem anderen. Der Zuschauer weiß weder wo's lang geht, noch wer der Gute und wer der Böse ist. Überraschende Wendungen sorgen für eine außergewöhnliche Irritation, die auch schauspielerisch hervorragend umgesetzt wurde. Doch fühlt sich das Publikum am Ende vielleicht betrogen?

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