Sophie Hartley könnte mit ihrem Leben durchaus zufrieden sein: Sie ist eine erfolgreiche Kinderbuch-Illustratorin, glücklich mit dem Architekten Craig verheiratet und Mutter zweier aufgeweckter Töchter. Doch seit dem Tod ihrer Mutter leidet Sophie unter Schafstörungen, ist unkonzentriert und gereizt, das spürt auch ihre Familie. Noch dazu rückt der Abgabetermin für ihr aktuelles Projekt immer näher. Dass Craig dann auch noch auf einer Party den Hausschlüssel verliert und daraufhin verschiedene Dinge aus ihrem Haus in Melbourne verschwinden, trägt nicht zur Beruhigung Sophies bei. Die Situation eskaliert, als Sophie Mara, die junge wie attraktive Kollegin ihres Mann, mit ihrem Lieblingskleid entdeckt, das ebenfalls entwendet wurde. Bald glaubt sie, Mara wolle ihr Mann und Kinder wegnehmen. Doch niemand glaubt Sophie. Gezwungen, ihre mentale Gesundheit zu beweisen, verstrickt sie sich immer weiter in ihre Vorstellung. Schließlich macht sie eine Entdeckung, die ihre schlimmsten Ängste noch übertrifft ...

Ein intelligent konstruierter und inszenierter Psychothriller der australischen Regisseurin Ann Turner, die ihre Genrearbeit mit Elementen des Horrorfilms anreichert, um die Spannung zu steigern. Eine Paradevorstellung ihrer Schauspielkunst gibt Susan Sarandon in der Rolle der Sophie, die bald nicht mehr weiß, ob sie sich alles nur einbildet und unter Verfolgungswahn leidet, oder ob sie tatsächlich das Opfer eines Komplotts ist. Sam Neill verkörpert gekonnt den Ehemann, der nicht weiß, wie er mit den Vorkommnissen umgehen soll, während Shooting-Star Emily Blunt in die Rolle der geheimnisvollen Mara schlüpfte. Sieht man einmal von der etwas merkwürdigen Auflösung zu Ende des Films ab, ist dies beste Thriller-Unterhaltung.

Foto: ZDF/John Tslavis