Hannelore hat es nicht einfach im Leben, denn bereits seit vier Jahren pflegt sie ihren Mann Klaus, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist und der an Demenz erkrankt ist. Längst kann Klaus nicht mehr allein essen, sich waschen und anziehen, immer ist er auf Hannelores Hilfe angewiesen. Und die Krankheit wird immer schlimmer, denn Klaus wird zunehmend aggressiver und erkennt seine Ehefrau nicht mehr. Am Ende ihrer Kräfte angelangt, flüchtet Hannelore eines Tages aus der Wohnung und folgt heimlich ihrem Nachbarn Günther, der um seinen verstorbenen Lebensgefährten trauert ...

Filme, die sich des immer brisanter werdenden Themas Demenz annehmen, entstanden in den letzten Jahren vermehrt, man denke nur an "Stubbe - Von Fall zu Fall - In den Nebel", "Tatort - Altlasten", "Plötzlich reich" oder "Tatort - Heimwärts". "Vergiss dein Ende", der Diplomfilm von Regisseur Andreas Kannengießer an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, zeigt nicht nur den Verfall eines Menschen, sondern auch die Schwierigkeiten der pflegenden Angehörigen, mit dieser Situation umzugehen. Das eigentliche Thema (nach einem ziemlich abrupten Wechsel) ist allerdings die Annäherung zweier einsamer Seelen (gut: Renate Krößner und Dieter Mann), die beide aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen sind und sich gegenseitig Hoffnung und Halt zu geben suchen.

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