Nach Ende des Zweiten Weltkrieges befinden sich im schwedischen Berlin-Express die unterschiedlichsten Gestalten. Da ist etwa der Kritiker und erfolglose Schriftsteller Gunnar, der sich ständig derart tollpatschig verhält, dass viele darunter zu leiden haben, obwohl er es stets nur gut meint. In seinem Abteil befindet sich ein homosexuelles Paar, der eine von ihnen ein unverbesserlicher Misanthrop. Außerdem gibt es noch den Arzt, der mit Hilfe seiner Geliebten seine Frau umbringen will, eine redselige Alte, einen Verletzten, der im Laufe der Reise mehr und mehr zur Mumie mutiert und eine ganze Schar baltischer Hungerleider, die von zwei Nonnen begleitet werden. Alle Beteiligten erwartet eine ungeahnt ereignisreiche Reise...

Mit starken, mitunter auch recht originellen Schwarzweiß-Bildern inszenierte der schwedische Regisseur Peter Dalle - er spielt auch den Schaffner - eine unterhaltsame Mischung aus schwarzer Komödie im anarchischen Monty-Python-Stil und film-noir-mäßigem Thriller. Besonders gut: das erste Gespräch zwischen dem Möchtegern-Autor und dem schwulen Paar, dargestellt von Lars Amble und Gösta Ekman, der einst in den ersten Sjöwall/Wahlöö-Verfilmungen als Kommissar Beck überzeugte.

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