Marion ist jung und ungebunden und führt ein sorgloses Leben, ganz so, als sei sie nie wirklich erwachsen geworden. Auf der Geburtstagsfeier ihres Patenkindes lernt sie den Heranwachsenden Clément kennen, der ihr schmeichelt und sie provoziert. Er verliebt sich in sie, sie ist neugierig ...

Ein nicht ganz alltägliche Liebesgeschichte von Emmanuelle Bercot, die 2001 bei den 54. Internationalen Filmfestspielen in Cannes mit dem den Prix de la Jeunesse ausgezeichnet wurde. Die Wahl des Themas, die Geschichte und die unverklärte, direkte Art, in der die Liebe zwischen einer Erwachsenen und einem Heranwachsenden gezeichnet ist, sind mutig und provokant. Ohne Scham und mit großem Einfühlungsvermögen in die Psyche ihrer beiden Hauptfiguren beschreibt Bercot die körperliche Annäherung und die daraus wachsende Liebe der beiden Protagonisten. Behutsam steigt die Regisseurin in die Geschichte ein und gibt dadurch dem Zuschauer die nötige Zeit, sich auf das heikle Thema einzulassen.