Der 49-jährige Christoph Eggli leidet seit seiner Geburt an Muskelschwund - einer so genannten "progressiven Muskeldystrophie". Vom Behinderungsgrad her ist er ein Tetraplegiker - selbständiges Essen und Trinken sind ihm nicht mehr möglich. In der Schweiz hat Christoph als "Geburtsbehinderter" Anspruch auf eine außerordentliche Rente und Ergänzungsleistungen - im Ausland entfallen alle Ansprüche. Doch der Freidenker und Kämpfer für gleiche Rechte hatte keine Lust darauf, in einem Pflegeheim seinen "Lebensabend" zu verbringen: Nach 41 Jahren in Schweizer Behinderteninstitutionen erfüllte er sich seinen Lebenstraum und reiste nach Bali. Sein Tagebuch-Eintrag lautet: "Am 25. Mai 2000 habe ich die Schweiz (...) verlassen. Ich hoffe nun, dass ich nach 41 Jahren definitiv das Trauma des Behinderten- und Chronischkrankenheims "Schweiz" überwunden habe." Christoph Eggli führt den Zuschauer mit seiner direkten und humorvollen Art durch den Film. Er berichtet über seine persönlichen Erlebnisse und Ansichten, spricht über seine Flucht nach Bali, über Sexualität, über die gegenseitige Abhängigkeit zwischen ihm und seiner neuen Familie, den Umgang mit Behinderten und über seine Beziehung zur Schweiz und deren Bürokratie.