Nachdem ihr Mann vor Gericht die Scheidung bewirkt und das Sorgerecht für die Kinder erhalten hat, verliert Wanda die Orientierung und stolpert willenlos und mit stoischer Passivität durch Hotelzimmer und wechselnde Männerbekanntschaften. An der Seite eines wortkargen Berufsverbrechers findet sie vorübergehend Halt, bis sie in einen Bankraub verwickelt wird und mit knapper Not der Verhaftung entgeht.

"Wanda" ist ein brillant gespielter und inszenierter Low-Budget-Autorenfilm von und mit Barbara Loden, die hier das Porträt einer gewöhnlichen Frau aus der amerikanischen Unterklasse ablieferte. Das Werk besticht durch die unsentimentale Annäherung, die eher an einen Dokumentarfilm erinnert. In ihrem einzigen Spielfilm überzeugt die früh verstorbene Ehefrau von Elia Kazan nicht nur als Regisseurin, sondern auch als Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin.