Der Lehrer Steiner wird an ein Gymnasium in einer norddeutschen Kleinstadt versetzt. Schnell bemerkt er, dass die Gemeinde von einer Gruppe junger Leute, zu denen auch einer seiner Schüler gehört, regelrecht terrorisiert wird: Bei Geburtstagsfeiern etablierter Familien, Abschlussfesten und Gemeindeveranstaltungen erscheinen sie ungeladen und versuchen durch aggressives Verhalten Schlägereien zu provozieren. Die Angst vor Gewalt lähmt alle; selbst die Polizei ist unentschlossen. Bald fühlt sich die Gruppe als Herren der Stadt. Steiner ist die Passivität der Erwachsenen und der Stadtverwaltung dieser Entwicklung gegenüber unbegreiflich. So versucht er, die gewalttätigen Außenseiter wieder in die Gesellschaft zurückzuholen.

Norbert Kückelmann ("Alle haben geschwiegen") gilt als Spezialist für gesellschaftsrelevante Themen. In seinem realistischem Sozialdrama thematisiert er ein alltägliches Phänomen: die Gewaltbereitschaft von rechtsradikalen Jugendgangs. Die WDR-TV-Produktion wurde beim Filmfest München 2000 für den TV-Movie Award nominiert.