Daniel ist der Direktor einer Vorschule. Doch das einst wohlhabende Bergarbeiterstädtchen ist völlig auf den Hund gekommen: Arbeitslosigkeit und Alkohol besorgen den Rest. In diesem sozialen Brennpunkt ist es für den Lehrer schwer, sich gegenüber der Tristesse des Lebens zu behaupten. Zumal sich die unmenschlichen Verhältnisse, in denen seine Kinder aufwachsen, kaum ändern lassen. Trotz einer Niederlage nach der anderen gibt der Pädagoge nicht auf ...

Von den einen auf der Berlinale als "anrührend, aufwühlend und immer voller Wärme" gefeiert, von den anderen als Sozialkitsch verrissen. Regisseur Bertrand Tavernier, der einst so brillante Werke wie "Der Saustall" oder "Um Mitternacht" inszenierte, vertritt hier die Ansicht, dass der Staat an der Misere der Menschen Schuld ist. Doch ist derlei pädagogische Jammerei heute immer noch angesagt? Hauptdarsteller Philippe Torreton und Tavernier arbeiteten übrigens schon öfters zusammen, so etwa in "Auf offener Straße" (1990), "Der Lockvogel" (1994) und in dem Antikriegsdrama "Hauptmann Conan und die Wölfe des Krieges" (1996), für den Torreton mit einem César, dem französischen Oscar, ausgezeichnet wurde.

Foto: Arsenal