Die Mailänderin Anna hat in ihrem Leben eigentlich schon alles erreicht: Sie hat einen guten Job, sie liebt ihre Familie, ihre Freunde und Alessio, ihren Lebenspartner, mit dem sie gemeinsame Kinder plant. Doch dann lernt sie durch Zufall den attraktiven Domenico kennen, mit dem sie innerhalb kürzester Zeit eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Allerdings steht diese Beziehung unter keinem guten Stern, denn Domenico ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die beiden erfinden schon bald Immer neue Lügen und Ausreden, um sich heimlich zu treffen ...

Bereits in seinen Werken "Brot & Tulpen", "Brennen im Wind" und "Agata und der Sturm" beschäftigte sich der italienische Filmemacher Silvio Soldini mit der Brüchigkeit von Beziehungen, Sehnsucht, der Kraft der Liebe und des Eros. Diese Themen variiert er auch in dem vorliegenden, etwas zu lang geratenen Drama. Soldini zeichnet die leidenschaftliche Beziehung seiner beiden Protagonisten als eine rein sexuelle, die wahren Beweggründe werden nicht vertieft, obwohl ihr bisheriges Leben als derart beengt beschrieben wird, dass man beinahe versteht, warum sich Anna und Domenico mehr wollen und sich in ihre sexuelle Obsession steigern. Eine wirklich neue Geschichte hat Soldini allerdings nicht zu erzählen, denn ähnlich gelagerte Werke hat man schon häufig gesehen.

Foto: Alamode