Die transsexuelle Stéphanie führt ein ereignisloses Leben, doch ein Kindheitstrauma, der tragische Tod ihrer Schwester, lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Stéphanie lebt mit zwei Männern zusammen, mit dem russischen Emigranten und ehemaligen Soldaten Mikhail, der ohne Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich lebt und die Gräueltaten des Krieges nicht vergessen kann. Jamel hingegen hat sich mit seiner Familie überworfen und geht wie Sylvie auf den Strich. Als Stéphanie nach Nordfrankreich zu ihrer sterbenden Mutter fahren muss, kommen ihre beiden Freunde mit. Die drei tauchen für kurze Zeit in eine andere Welt ein, die eigentlich schon gar nicht mehr besteht...

Bereits in seinem Drama "Sommer wie Winter ...", eine Coming-Out-Geschichte, zeigte Regisseur Sébastien Lifshitz, dass er zwar atmosphärisch dichte Bilder einzufangen weiß, die Story aber eher bescheiden daher kommt. Wie in "Sommer wie Winter ...", in dessen Mittelpunkt eine schwule Beziehung stand, setzt Lifshitz auch hier auf recht ausgefallene Charaktere: drei Männer mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen, die zueinander finden und sich zu behaupten wissen.

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