Rostock, 1982: Die beiden Freunde Cornelis und Andreas kommen in die Stadt, weil sie sich den gemeinsamen Traum vom Leben als Matrosen verwirklichen wollen. Doch der real existierende Kommunismus meint es nicht gut mit den beiden. So arbeiten sie auch Jahre später immer noch an Land. Schließlich überredet Andreas seinen Freund dazu, für die Stasi zu arbeiten und den gemeinsamen Freund, Vorarbeiter Matze, auszuhorchen, weil der angeblich fliehen will. Doch Cornelis plagt das schlechte Gewissen und er will Matze nicht ans Messer liefern, um für diesen verräterischen Preis das Meer zu bereisen. Dennoch wird Matze am nächsten Tag verhaftet und eingekerkert ...

Einer jener Filme, bei denen gilt: weniger wäre mehr gewesen. Die Geschichte einer großen Freundschaft und deren niederträchtiger Verrat vor dem Hintergrund des perfiden Stasi-Apparates hätte durchaus Potential für ein großes Kino-Ereignis gehabt. Doch Regisseur Toke Constantin Hebbeln, für seinen einstündigen Film "Nimmermeer" erhielt er 2007 den Studenten-Oscar, verzettelt sich hier allzu oft, zeigt wenig stilsicheres Gespür für Tempo, Dramatik und Schauspielführung. Dennoch: ein paar gute Bilder und Szenen bleiben.

Foto: Wild Bunch