Seit 2003 wird in China der größte Staudamm gebaut, den die Menschheit je errichtet hat. Bis zum Ende der Bauarbeiten werden Millionen von Einheimischen umquartiert worden sein, denn hunderte von Städten und ganze Landstriche werden unter der Wasseroberfläche verschwinden. Hierzu gehört auch die 50000 Einwohner der Stadt Fenjie sowie 1100 weitere betroffene Orte. Aber auch historische Stätten und Denkmäler werden für immer in den Fluten im Drei-Schluchten-Tal am westlichen Ende des Yangtze versinken.

Das Regieduo Li Yifan und Yan Fu drehte das aufwühlende Dokument dieser großen Menschenverschiebung und blickt auf Einzelschicksale und die schwelenden Konflikte, die nicht Teil der offiziellen Berichterstattung sind. Denn die chinesische Regierung verfährt mit dem Volk nicht anders als mit den wegzuschaufelnden Landmassen.

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