Im März 1944 verüben italienische Widerstandskämpfer in Rom einen Anschlag auf eine Einheit deutscher Soldaten. 33 Männer kommen dabei ums Leben. Die Vergeltung der Nazis ist von unerbittlicher Grausamkeit: Für jeden Getöteten sollen zehn Italiener hingerichtet werden. In einer beispiellosen Aktion werden in den folgenden Stunden 335 italienische Männer zusammen getrieben, Gefängnisinsassen und politische Gegner, aber auch vollkommen unbescholtene Juden und andere römische Bürger. Kaum einer von ihnen ahnt, was die Nazis vorhaben ...

Das Massaker in den Adreatinischen Höhlen bei Rom gehört zu den grausamsten Kapiteln der deutschen Gewaltherrschaft in Italien während des Zweiten Weltkriegs. Als Vergeltung für einen Anschlag wurden am 24. März 1944 auf Befehl des SS-Polizeichefs von Rom, Herbert Kappler, 335 Italiener mit Genickschuss ermordet. Das Massaker zog sich über Stunden hin, als die Leichenberge zu hoch wurden, mussten die neuen Opfer sich auf die bereits Getöteten legen. Mit großer Eindringlichkeit schildert "Zehn Italiener für einen Deutschen" die Chronik dieses Kriegsverbrechens. Anhand einer Reihe von (fiktiven) Einzelschicksalen wird die Unmenschlichkeit der Vergeltungsaktion nachfühlbar gemacht. 1973 drehte der italienische Regisseur George P. Cosmatos mit "Massaker in Rom – Der Fall Kappler" einen weiteren Spielfilm (mit Richard Burton und Marcello Mastoianni) um die grausamen Ereignisse.

Foto: ARD/Degeto