Im Mai 1945 verliert das NS-Regime unter Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg durch eine bedingungslose Kapitulation. Die Schrecken des Krieges hören damit allerdings nicht sofort auf.

Eine Gruppe junger deutscher Soldaten, die zu dieser Zeit in Dänemark stationiert ist, bekommt dies am eigenen Leib zu spüren - in Gefangenschaft.

Unter dem dänischen Unteroffizier Carl Rasmussen (Roland Møller) sollen sie einen Küstenabschnitt säubern, der von den Nazis mit Minen übersät wurde, um einen Angriff der alliierten Truppen abzufangen. Leisten sie diesen Dienst, winkt den Männern die Freiheit.

Allerdings wissen sie nicht, ob sie die Arbeit im Sand überleben oder von einer versteckten Mine getötet werden. Eine quälende Aufgabe beginnt für die jungen Deutschen.

In die Vergessenheit geraten

Mit "Unter dem Sand" taucht der Däne Martin Zandvliet tief in die Kriegsgeschichte zwischen Deutschland und seiner Heimat ein. Das Drama spiegelt eine Zeit wieder, die zu den dunkelsten Kapiteln der Vergangenheit der beiden Länder und darüber hinaus nicht zu den bekanntesten zählt.

Dabei diskutiert er die Frage, ob den jungen Männern mit der gefährlichen Arbeit eine Chance auf Wiedergutmachung gegeben oder Rache an den Verantwortlichen des Krieges geübt wurde. Im Fokus steht das Moralbewusstsein und der emotionale Aspekt auf beiden Seiten der Kriegsbeteiligten.

Die Zuschauer müssen dabei allerdings etwas Sitzfleisch beweisen, da sich Zandvliets Streifen zwar thematisch, aber nicht zwingend dramaturgisch von anderen abhebt.