Endlich gerettet! Susanne Bormann als Mirjana

Mörderischer Frieden

KINOSTART: 29.11.2007 • Kriegsdrama • Deutschland (2007) • 91 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mörderischer Frieden
Produktionsdatum
2007
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
91 Minuten
Kamera
Schnitt

Die Bundeswehrsoldaten Tom und Charly fristen ihren Dienst am Vaterland als Mitglieder der KFOR-Friedenstruppe im Kosovo, mit der sie den Frieden sichern sollen. Der brutale Krieg zwischen den verfeindeten Serben und Albanern ist zwar offiziell vorbei, doch der Hass zwischen den Menschen schwelt weiter. Als Tom und Charly die junge Serbin Mirjana vor einem Heckenschützen retten, werden sie bald in einen Konflikt um Schuld, Manipulation, Liebe und Rachsucht verstrickt...

Bereits 2006 erzählte Langfilm-Regiedebütant Rudolf Schweiger in "Snipers Alley", ein Beitrag des Episodenfilms "Night of the Shorts - Die letzten Tage", die Story zweier UNO-Blauhelmsoldaten, die einen Heckenschützen, der eine Frau tödlich verletzt, gegen ihren Befehl jagen. Wohl basierend auf dieser Ausgangslage - jetzt überlebt die Frau allerdings - arbeitete Schweiger zu diesem Zeitpunkt schon vier Jahre an seinem Kriegsdrama, das sich 2007 als erster deutscher Kinofilm mit der neuen Rolle der Bundeswehr in der internationalen Gemeinschaft befasst. Der geht allerdings reichlich daneben: Zu plakativ werden hier die Personen gezeichnet, Dialoge wirken zum Teil wie abgelesener Text, die Actionsequenzen sind einfallslos abgefilmt und für die Tränendrüsen-Liebhaber wurde eine melodramatische Liebesgeschichte eingeführt. Die innere Zerrissenheit und die Zweifel der beiden durchaus gut gespielten Protagonisten werden dabei spürbar vernachlässigt und nur teilweise deutlich. Dass über den ganzen Film eine Bombastmusik wie in entsprechenden Hollywoodfilmen gelegt wird, ist noch dazu nicht nur unpassend, sondern ärgerlich.

Foto: Movienet

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