Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: Die junge Behiye stammt aus der Istanbuler Vorstadt, sie wehrt sich gegen alte Traditionen, begehrt auf, will sich nicht in das klassische moslemische Frauenbild drücken lassen. Als sie eines Tages die schöne Handan trifft, ist dies der Auftakt zu einer tiefen Freundschaft, denn zum ersten Mal vertraut sie einem Menschen, öffnet sich. Obwohl Handan genau das Gegenteil von Behiye ist, ein wenig egostisch und bei aller Anmut und Schönheit berechnend...

Regisseur und Drehbuchautor Kutlug Ataman ("Lola und Bilidikid") drehte sein modernes Drama "Zwei Mädchen aus Istanbul" nach dem kontrovers diskutiertem Besteller "Two Girls" von Perihan Magden. Ataman legt hier viel Wert auf Authenzität, zeigt in schnellen Schnitten das moderne, pulsierende und harte Großstadtleben der Hauptstadt Istanbul fernab von religiöser Frömmelei. Das gelingt auch, weil Ataman mit Vildan Atasever und Feride Çetin zwei junge und unverbrauchte türkische Darstellerinnen verpflichtete, denen man das Leben als Kampf zwischen Tradition und Moderne auch tatsächlich abnimmt.

Foto: Mîtosfilm