Ramón (Nahuel Pérez-Biscayart) und Céline (Noémie Merlant) besuchen ein Rockkonzert in Paris, der Abend endet in einer Katastrophe: "Frieden, Liebe und Death Metal" erzählt von der Terrornacht am 13. November 2015 aus Sicht eines Liebespaares.

Frieden, Liebe und Death Metal

KINOSTART: 15.12.2022 • Drama • France, Spain (2022) • 130 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Un año, una noche
Produktionsdatum
2022
Produktionsland
France, Spain
Laufzeit
130 Minuten
Music
Weitermachen nach der Tragödie
Von Jonas Decker

Es sollte ein ganz normaler Freitagabend in Paris werden, es endete in einer Tragödie. Am 13. November 2015 wurde die französische Hauptstadt zum Ziel mehrerer koordinierter Anschläge mit islamistischem Hintergrund, selten traf der Terror die westliche Welt so sehr ins Mark wie in dieser Nacht. 130 Tote und 683 Verletzte waren es nach Angaben der Regierung. Ramón González, ein Spanier, war an jenem 13. November im Bataclan-Theater. Er überlebte und schrieb alles auf – auch das, was danach kam. Aus seinem autobiografischen Bericht "Paz, amor y Death metal" wurde nun ein Film.

Eagles of Death Metal, so heißt die US-Rockband, die an jenem Abend im Bataclan auftreten soll. Ramón (Nahuel Pérez-Biscayart) ist kein Fan, hat aber trotzdem zwei Karten für sich und seine begeisterte Freundin Céline (Noémie Merlant) besorgt – ein kleiner Liebesbeweis. Die beiden starten in einen vergnüglichen Abend, lachen und tanzen, dann fallen Schüsse. Ramón und Céline flüchten in den Backstage-Bereich, retten ihr Leben. Aber dieses Leben, es ist nach den Ereignissen vom 13. November natürlich nicht mehr das gleiche.

Céline versucht hinterher, alles zu verarbeiten und irgendwie zurück in die Spur zu kommen. Aber Rámon kann das nicht, die Bilder aus dem Bataclan lassen ihn einfach nicht mehr los: "Ich bin wie besessen von der Angst, etwas zu vergessen." Und so stellt sich die Frage: Gibt es einen Weg, wie Ramón und Céline gemeinsam weitermachen können? Kommen sie zusammen da durch?

Das spanisch-französische Drama "Frieden, Liebe und Death Metal", das vom Pariser Terror und den Folgen aus Sicht eines Liebespaares erzählt, feierte seine Weltpremiere bereits im Februar 2022 bei der Berlinale und konkurrierte auch um den Hauptpreis, den Goldenen Bären. Regie führte Isaki Lacuesta, das Drehbuch verfasste er gemeinsam mit Fran Araújo und Isa Campo.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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