Im Markus Evangelium des Neuen Testaments steht: "Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm." Zum Teil basierend auf dem historischen Ereignis, welches sich im Westjordanland abgespielt haben soll, handelt der Film des kolumbianischen Regisseurs Rodrigo García Barcha.

Mit keinem Geringeren in der Hauptrolle als Ewan McGregor erzählt der Historienfilm die biblische Geschichte. Das Werk kann sich sehen lassen, denn es überzeugt unabhängig des religiösen Fundaments. McGregor spielt seine Rolle darin wie gewohnt großartig und beweist einmal mehr, wie facettenreich er ist.

Grandiose Umsetzung einer altbekannten Erzählung

Um Erleuchtung zu erlangen, macht sich Jesus (Ewan McGregor) auf den Weg durch die Wüste. Sein Begleiter ist der Teufel (ebenfalls McGregor), der ihn in der Fastenzeit heimsucht. Der Dämon versucht, seinen Glauben an Gott zu erschüttern.

Nach Tagen trifft Jesus auf eine Familie, die unter harten Bedingungen lebt und alles für das Überleben tut. Doch innerhalb der Beziehungen herrschen Uneinigkeiten, was das Dasein betrifft. Jesus packt tatkräftig mit an, um die Leute zu unterstützen. Auch als Zuhörer und Vermittler agiert der heilige Mann.

Konfrontiert mit dem Schicksal dieser Menschen und mit dem Teufel im Nacken, hinterfragt er seine Vorstellung von Gott und seinem Glauben immer stärker.