Der König kann mich mal! Vadim Glowna als Bach

Mein Name ist Bach

KINOSTART: 08.04.2004 • Historienfilm • Deutschland, Schweiz (2003) • 97 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mein Name ist Bach
Produktionsdatum
2003
Produktionsland
Deutschland, Schweiz
Filmstudio
CAB Productions, TSR, Pandora Film, Twenty Twenty Vision Filmproduktion, WDR, SRG SSR
Laufzeit
97 Minuten
Regie
Dominique de Rivaz
Music
Frédéric Devreese
Kamera
Ciro Cappellari

Mai 1747, Potsdam: Der gefeierte Komponist Johann Sebastian Bach kommt mit seinem ältesten Sohn Friedemann an den Hof Friedrich II. von Preussen. Er besucht seinen Sohn Emanuel, um seinen Enkelsohn zu taufen. Noch am Abend der Ankunft kommt es zur ersten Konfrontation zwischen dem musikbegeisterten Preussenkönig und Bach: Als Friedrich ihm befiehlt, eine Fuge zu sechs Stimmen auf eine gemeine kleine, von ihm selbst erdachte Melodie zu improvisieren, weigert sich Bach kurzerhand. Dies ist der Auftakt zu einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen den beiden...

Sechs Jahre lang arbeitete die Schweizer Regisseurin Dominique de Rivaz an ihrem Debütfilm, in dem sie das historisch verbürgte Zusammentreffen der beiden Lichtgestalten als Ausgangspunkt für ihre Geschichte von Vätern und Söhnen nutzt. Da ist etwa Friedrich II., der seinen Vater hasst und in Bach am Ende seinen Wunschvater zu erblicken scheint. Und da sind die Söhne Bachs, die ihrem Vater zum Vorwurf machen, nicht aus seinem übermächtigen Schatten treten zu können und im Wettstreit miteinander liegen. Dazu gesellt sich die Liebesgeschichte zwischen des Königs Schwester Amalia (beachten Sie die junge Karoline Herfurth) und dem ältesten Komponistensohn. Das alles ist gut gespielt, Vadim Glowna nahm für seine Rolle sogar Cembalo- und Flötenunterricht und spielt im Film vier Stücke selbst. Jürgen Vogel kommt als Blaublütler zwar ein wenig ungewohnt daher, verleiht der zerrissenen Seele aber unerhörten Ausdruck. Prächtige Kostüme, stimmige Dekors und eine exzellente Kamera (Ciro Cappellari, "Aprilkinder", "Mörderinnen") lassen hier die Zeit des Barocks wieder aufleben, unterlegt von Bach-Melodien, denen der flämische Komponist Frédéric Devreese ("Das Sakrament") ein modernes Gewand schneiderte. Ein Manko: Die Vielschichtigkeit der Handlungsstränge geht auf Kosten der Charakterzeichnung der Protagonisten, die zum Teil an Tiefe vermissen lässt.

Foto: Pegasos

Darsteller

Anatole Taubman als Bond-Gegenspieler Elvis
Anatole Taubman
Antje Westermann
Detlev Buck am Set von "Same Same But Different"
Detlev Buck
Hans-Michael Rehberg
Gefragter Schauspieler: Jürgen Vogel.
Jürgen Vogel
Gefragte deutsche Schauspielerin: Karoline Herfurth.
Karoline Herfurth
Vadim Glowna
Weitere Darsteller
Paul Herwig Henning Peker Michel Cassagne Patrice-Luc Doumeyrou Daniel Lommatzsch Joachim Tomaschewsky Gilles Tschudi Philippe Vuilleumier

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