Udo Schenk findet als unnachgiebiger Richter Gefallen an der kleinen Janne Drücker
Udo Schenk findet als unnachgiebiger Richter Gefallen an der kleinen Janne Drücker

Der Richter und das Mädchen

KINOSTART: 01.01.1995 • Fernsehfilm • Deutschland (1995) • 90 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Der Richter und das Mädchen
Produktionsdatum
1995
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
90 Minuten
Regie
Kamera
Ein Richter lebt im Widerspruch: Seine Urteile bei Sexualstraftätern sind äußerst streng und unnachgiebig. Doch der gute Mann hat selbst ein großes Problem: seine Vorliebe gehört besonders jungen Mädchen. Als er mit seiner neuen Lebensgefährtin und deren 13jähriger Tochter in Urlaub fährt, interessiert er sich kaum für seine Freundin, sondern nur für die Minderjährige. Seine abnormen Neigungen werden bekannt. Ein gefährliches Netz zieht sich um ihn zusammen, doch er mißachtet alle Warnungen. Vielmehr fühlt sich immer mehr zu seinem minderjährigen Opfer hingezogen...

Paraderolle für Udo Schenk. Der Leipziger brilliert in dieser Dr. Jekyll/Mr. Hyde-Rolle als geachteter Richter und psychisch kranker Lüstling. Der ständige Kampf des Richters mit sich und seinen Trieben wurde von Regisseur Rainer Boldt gekonnt inszeniert, ohne bei diesem heiklen Thema den Täter zu verteidigen oder die vorurteilsbehafteten Klischees der Gesellschaft neu aufzuwärmen. Udo Schenk, der seine Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig begann und seit einigen Jahren verstärkt in TV-Produktionen ("Peter Strohm", "Praxis Bülowbogen", "Der Alte", Großstadtrevier") zu sehen und als Synchronsprecher (u. a. "Akte X") zu hören ist, schafft es, den inneren Zwist völlig unspektakulär - und deshalb glaubhaft - darzustellen. Ein Film, der zeigt, was unter der Spitze des Eisberges liegt und auf die alltäglichen Tragödien hinweist, die hinter den Sensationsmeldungen verborgen liegen.

Darsteller
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