Abgesehen von dem Eingesperrtsein im eigenen Land, gab es ein großes Problem in der DDR: das Ministerium für Staatssicherheit - kurz: Stasi -, das mit seinen zahlreichen Mitarbeitern die Bürger ausspionierte.

Immer musste man auf der Hut sein, ob nicht der Nachbar oder sogar der eigene Partner von der Regierung dazu instrumentalisiert wurde, alles mitzuhören und an die Behörde weiterzugeben.

Zwar rief er diesen Spionageapparat nicht ins Leben, doch ein Mann formte die Stasi zu dem, als was sie vier Jahrzehnte lang gefürchtet wurde: Erich Mielke. Der Politiker wurde sozusagen der Meister der Angst der DDR-Bürger.
Grausames Porträt
In ihrem Doku-Drama analysieren die Filmemacher Maarten van der Duin und Jens Becker den Menschen hinter dem Politiker und gehen dabei auch auf dessen ambivalentes Verhältnis zum Volk ein: Mielke, der mit über 80 Jahren noch im aktiven Dienst war und seine Karriere vorantrieb, leistete dabei eine Arbeit, die ihm den Hass der Bürger einbrachte, während er dreisterweise deren Anerkennung forderte.

Spielszenen zeigen ihn im Jahr 1989 kurz vor der Wende und 1991 im Gefängnis. Dieses Material wird mit Archivaufnahmen, Interviews und Ausschnitte aus Akten unterfüttert, die über Mielke selbst geführt wurden. Die dokumentarischen Passagen sind dabei gelungener als die Spielfilmanteile.

Diese werden zudem dadurch gestört, dass Darsteller Kaspar Eichel später beginnt, nicht zu seiner ihm gegenübersitzenden Figur zu sprechen, sondern die vierte Wand durchbricht und mit dem Zuschauer redet.