Erinnerung an einen Sommer in Berlin

KINOSTART: 22.08.1972 • Dokudrama • Deutschland (1972) • 85 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Erinnerungen an einen Sommer in Berlin
Produktionsdatum
1972
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
85 Minuten

1936 kam ein junger amerikanischer Schriftsteller nach Deutschland: Thomas Wolfe. Das "Dritte Reich", das sich tausendjährig nannte, war gerade drei Jahre alt. Eine strenge Devisengesetzgebung sorgte dafür, dass der Amerikaner die Tantiemen aus dem Verkauf seiner Bücher in Deutschland verbrauchen musste, da sie nicht transferiert werden durften. Wie in Amerika waren seine Romane auch in Deutschland sehr geschätzt. Zu Deutschland, zu Berlin hatte Thomas Wolfe eine besonders innige Beziehung. Er schrieb: "Der Mai ist überall ein wunderschöner Monat, aber in jenem Hahr war er in Berlin besonders schön. Auf allen Straßen, im Tiergarten und am Ufer des Spreekanals standen die Kastanienbäume in voller Blüte. Unter den Bäumen des Kurfürstendamms flanierten die Leute, die Terrassen der Cafés waren dicht besetzt, und die Luft schien wie Musik zu schwingen. Ich wollte nicht wieder weg, wollte den ganzen Sommer bleiben, und auch ein Sommer schien viel zu kurz für die fast unerträgliche Freude, die plötzlich in mein Leben eingebrochen war. Gerade nach meiner Ankunft war mein zweites Buch in deutscher Spreach erschienen und wirde mit einer Begeisterung aufgenommen, die ich nie erwartet hätte. Alles was ich sah, fühlte, schmeckte, roch und hörte, schein für mich in aufregender Weise in Unermessliche gesteigert, weil der Ruhm auf meiner Seite war. Dieses Glücksempfingen steigerte natürlich meine Gefühle für dieses Land. Nächst Amerika liebte ich Deutschland am tiefsten: ich fühlte mich hier ganz einfach zu Hause. Ich empfand für das deutsche Volk eine unmittelbare Sympathie, ein instinktives Verständnis"

Thomas Wolfe konnte nicht wissen, dass er diesmal gekommen war, um Abschied zu nehmen. "You can't go home again" sollte er später sein Buch nennen. Du kannst nicht mehr nach Hause, sie haben die Welt verändert. Rolf Hädrich hat diese Erzählung Thomas Wolfes verfilmt. Er hat seinen Film ergänzt durch Originalaufnahmen aus Dokumentarfilmen und Wochenschauen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Außerdem schildern als Zeugen der Zeit Heinz Maria Ledig-Rowohlt, Leni Riefenstahl, der amerikanische Historiker William L. Shirer, Albert Speer und Marshall Wayne, einer der Olympiasieger von 1936, Erinnerungen und Eindrücke.

Foto: EuroVideo

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