Für Old Dolio (Evan Rachel Wood, Mitte) und ihre Eltern (Debra Winger und Richard Jenkins) ist die Welt ein Selbstbedienungsladen.
"Kajillionaire" ist der dritte Spielfilm der US-Künstlerin Miranda July.

Kajillionaire

KINOSTART: 22.10.2020 • Drama • USA (2020) • 105 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Kajillionaire
Produktionsdatum
2020
Produktionsland
USA
Laufzeit
105 Minuten
Regie

Filmkritik

Das Leben ist ein Beutezug

Was für eine Familie! In "Kajillionaire" lernt eine 26-Jährige, dass es noch andere Dinge gibt im Leben, als mit seinen Eltern andere Menschen zu bestehlen.

Warum manche Dinge so sind, wie sie sind, sollte man bei den Filmen von Miranda July nicht unbedingt hinterfragen. Weil man sich dann selbst einen großen Teil des Vergnügens nehmen würden, den die Filme der US-amerikanische Multimediakünstlerin ("Ich und Du und Alle, die wir kennen") machen. In "The Future" etwa, ihrem letzten Werk, ließ July eine Katze namens Pfötchen das Leben ihres Frauchens und ihres Herrchens kommentieren. Wer diese sprechende Katze also hinnahm als das, was sie war – eine sprechende Katze eben – wurde mit einem wunderbar berührenden Kleinod von einem Film belohnt.

Auch bei "Kajillionaire" sollte man nicht groß grübeln darüber, warum das Leben der 26-jährigen Old Dolio (Evan Rachel Wood) derart skurril ist. Ihre Eltern (Debra Winger und Richard Jenkins) haben Old Dolio zu einer Trickbetrügerin erzogen, die seit frühester Kindheit mit auf Beutezüge genommen wurde. "Sie hat fälschen gelernt, bevor sie schreiben konnte", sagt der Vater einmal über seine Tochter. "Ehrlich gesagt hat sie so schreiben gelernt." Gemeinsam haben sie geklaut und gegaunert und sich nebenbei doch ein Leben aufgebaut, das gewissen Zwängen unterworfen ist.

Als ihre Eltern die temperamentvolle Melanie (Gina Rodriguez) für einen gemeinsamen Coup verpflichten, wird Old Dolio plötzlich schmerzhaft bewusst, was ihr fehlt in ihrem Leben. Dass die Betrügereien, die Neuzugang Melanie so aufregend findet, ihr keine Befriedigung mehr geben. Old Dolio sehnt sich nach dem, was sie nie hatte: eine normale, konventionelle Familie.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller
Weitere Darsteller

Neu im kino

Call Jane
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Die stillen Trabanten
Liebesfilm • 2022
Violent Night
Action • 2022
prisma-Redaktion
Shattered – Gefährliche Affäre
Thriller • 2022
prisma-Redaktion
Guillermo del Toros Pinocchio
Animation • 2022
prisma-Redaktion
"Glass Onion: A Knives Out Mystery"
Komödie • 2022
Einfach mal was Schönes
Komödie • 2022
The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte
Musik • 2022
prisma-Redaktion
The Menu
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Crimes of the future
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Es ist definitiv einer der Blockbuster des Jahres: Vier Jahre nach "Black Panther" startet das Sequel "Black Panther: Wakanda Forever" in den Kinos.
Black Panther: Wakanda Forever
Abenteuer, Action, Science-Fiction • 2022
prisma-Redaktion
Hui Buh und das Hexenschloss
Komödie • 2022
Wir sind dann wohl die Angehörigen
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Amsterdam
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
See How They Run
Mystery • 2022
prisma-Redaktion
Bros
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Rheingold
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Der Nachname
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Ist Teth-Adam alias Black Adam (Dwayne Johnson, Mitte groß) ein Helfer im Kampf gegen das Böse oder selbst eine Bedrohung?
Black Adam
Action, Fantasy, Science-Fiction • 2022
prisma-Redaktion
Lyle – Mein Freund, das Krokodil
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Halloween Ends
Horror • 2022
"Nicht verrecken" erzählt von den Todesmärschen aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück 1945.
Nicht verrecken
Dokumentarfilm
Der Passfälscher
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Rimini
Drama • 2022
prisma-Redaktion
In einem Land, das es nicht mehr gibt
Drama • 2022
prisma-Redaktion
The Woman King
Action • 2022
prisma-Redaktion
Rex Gildo - Der letzte Tanz
Dokumentarfilm • 2022
prisma-Redaktion
Im Westen nichts Neues
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Juan Romero (Elyas M'Barek) lassen seine Zweifel keine Ruhe. Er ist das filmische Pendant zu Juan Moreno und eine der beiden Hauptfiguren in Michael "Bully" Herbigs neuem Film "Tausend Zeilen", der den Fall Relotius satirisch aufarbeitet.
Tausend Zeilen
Drama, Komödie • 2022
prisma-Redaktion

BELIEBTE STARS