"Jackass", Teil fünf. Viel muss man dazu wohl nicht mehr erklären, 26 Jahre nach dem Start der legendären gleichnamigen MTV-Show. Männer, die sich gegenseitig Bowlingkugeln in die Weichteile werfen und sich dann lachend oder weinend auf dem Boden krümmen – das ist das Humorlevel, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Wer "Jackass" früher geschmacklos und dumm fand, wird auch den neuen Film geschmacklos und dumm finden. Wer die Streiche und Stunts damals feierte, wird auch jetzt wieder seinen Spaß haben.
Was diesen fünften Film der Kinoreihe aber doch besonders macht: Es soll der letzte seiner Art sein. Der deutsche Titel "Jackass: Einer geht noch" ist dahingehend etwas schwammig, der englische dafür umso deutlicher – "Jackass: Best and Last" heißt es da. Ein letztes großes Feuerwerk, mit alten Lieblings-Sketchen und natürlich auch viel neuem Material. Was das Publikum unter anderem erwartet: Steve-O, bei "Jackass" seit jeher der Mann für die besonders schmutzigen Jobs, unterzieht sich einer Prostata-Untersuchung durch einen Roboter. Poopies, der seit "Jackass Forever" (2022) zur Crew gehört, soll versuchen, mit einem Elektroschockgerät zwischen den Beinen über einen Schwebebalken zu laufen. Noch Fragen? Die eine vielleicht: Was ist mit Bam Margera?
Viele Fans hatten gehofft, der "Jackass"-Star der ersten Stunde, der in der Vergangenheit immer wieder mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte und bei den Dreharbeiten zum letzten Film gefeuert wurde, würde aktiv in "Jackass: Einer geht noch" mitwirken. Den letzten Meldungen zufolge kam das Bam-Comeback aber nicht zustande. Anders als viele andere "Jackass"-Haudegen wie Chris Pontius, Wee Man, Preston Lacy, Dave England und natürlich Johnny Knoxville wird Bam Margera wohl nur in Archivaufnahmen zu sehen sein – ebenso wie Ryan Dunn, der 2011 bei einem Autounfall ums Leben kam.