Der junge Prinz Jan freundet sich mit dem Leuchtturmwärter Karol an, der ihn in seine düstere Traumwelt Taxandria führt. Auf den ersten Blick ist Taxandria ein magischer Ort, der von einem gütigen König regiert wird, der darum besorgt ist, dass sein Volk in der "Ewigen Gegenwart" lebt: Die Zeit existiert hier nicht. An jedem Tag werden dieselben Zeitungen gedruckt und alles, was von Vergangenheit und Zukunft zeugt, wird als Teufelswerk verbannt. Der Preis ist hoch: Es gibt keine Liebe, keine Neugier und keine Entwicklung. Doch der junge Aimé, der in Taxandria lebt, will diese Monotonie bekämpfen. Jan begleitet ihn auf seiner Suche. Aimé verliebt sich in die junge, hübsche Ailee, die aus ihrer Gefangenschaft in den Gärten von Mirth ausbrechen will, einem falschen Paradies, in dem Frauen getrennt von Männern leben müssen. Plötzlich finden sich alle in Ereignisse verwickelt, die den Fall des diktatorischen Systems von Taxandria bedeuten könnten ...

Niemand hat je eine Welt wie Taxandria erblickt: ein bizarres, wundersames Königreich, in dem die Zeit still steht. Geschaffen mit modernen Special-Effects-Techniken des Computerzeitalters, ist "Taxandria" ein zeitloses Märchen, in dem die Liebe zweier junger Menschen und ihre Suche nach Freiheit über die Unterdrückung siegt. Der belgischen Regisseur, Maler und Animationszeichner Raoul Servais hat schon seit langem einen guten Ruf im internationalen Trickfilmgeschäft. "Taxandria" ist sein erster Langfilm, in dem er reale Schauspieler in eine imaginäre Kulisse aus Computer und stilisierter Architektur setzt. Seine Protagonisten bewegen sich fast traumwandlerisch in dreidimensionalen Gemälden (geschaffen von belgischen Comic-Künstler François Schuiten), die Visionen von Magritte oder Dalí entstammen könnten."Taxandria" ist einer der technisch aufwändigsten und teuersten Filme, die bis dahin je in Europa produziert wurden. Es wurde vier Jahre experimentiert, um die digitale Bildbearbeitung mit den realen Aufnahmen optimal zu verknüpfen.