Flirrende Hitze liegt über dem steinigen Niemandsland in der West Bank im Nahen Osten. Zwei Menschengruppen stehen sich keine zehn Meter entfernt gegenüber - und doch trennen sie Welten. Auf der einen Seite schwer bewaffnete Israelis, auf der anderen Seite verängstigte und zugleich misstrauisch schauende Palästinenser. Stundenlang müssen die Grenzgänger in der Hitze stehen, Kontrollen über sich ergehen lassen. Eine junge, hochschwangere Frau wird fast ohnmächtig; sie bricht zusammen, jemand muss ihr helfen, sie schreit unter großen Schmerzen. Noam, der junge Reservesoldat, reagiert als erster. Auf der anderen Seite ist es Ashraf, der junge Palästinenser, der der Frau beisteht. In ihrer Hilflosigkeit schauen sich die beiden Männer an und es wird ein kurzer Blick sein, der sie noch lange verfolgen wird...

Der in New York geborene Regisseur Eytan Fox, der im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Israel auswanderte, stellte schon in seinen bisherigen Regiearbeiten ("Das Lied der Sirene", "Yossi & Jagger", "Walk on Water") das oftmals widersprüchliche Leben im Nahen Osten in den Vordergrund. So auch in dem Drama "The Bubble", das die Geschichte der bittersüßen Liebe zwischen einem Israeli und einem Palästinenser im pulsierenden und lebensfrohen Tel Aviv der Gegenwart erzählt. Fox stellt hier das hippe Stadtleben seiner Protagonisten - hervorragend verkörpert von Ohad Knoller und Yousef Sweid - der ständig lauernden Gefahr des Krieges und der Gewalt gegenüber. Der israelische Araber Sweid ist in seinem Heimatland längst ein Superstar, seit er 2006 die Rolle in der Telenovela "Haalufa" ("Der Champion") annahm. Dort spielt er einen Fußballprofi arabischer Herkunft, der ein jüdisches Mädchen liebt.

Foto: arte F