Ralph Fiennes (Mitte) als Koch mit finsteren Hintergedanken: "The Menu" erzählt von einem Haute-Cousine-Dinner, das einen ungeahnten Verlauf nimmt.

The Menu

KINOSTART: 17.11.2022 • Komödie • United States of America (2022) • 107 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
The Menu
Produktionsdatum
2022
Produktionsland
United States of America
Budget
35.000.000 USD
Einspielergebnis
76.849.419 USD
Laufzeit
107 Minuten
Regie
Dinner-Erlebnis der besonderen Art
Von Jonas Decker

"Willkommen im Hawthorne. Es wird uns ein Vergnügen sein, Sie zu verköstigen." Die Begrüßung durch Chefkoch Slowik (Ralph Fiennes) verheißt schon Großes, auf dem Programm steht eine Haute-Cousine-Veranstaltung voller Überraschungen. Ein Abend, den niemand vergessen wird – und einer, den vielleicht auch nicht jeder überlebt. Denn was mit allerfeinster Sterne-Küche beginnt, endet in "The Menu" mit einem Kampf ums Überleben – ein Hochgenuss für Kino-Feinschmecker.

1.250 US-Dollar, so viel hat jeder und jede Teilnehmende für dieses mehrstündige Dinner hingeblättert. Aber dafür dürfen sie auch eine Menge erwarten. Chef Slowik führt auf einer abgelegenen Insel ein ausgefallenes und spektakulär ausgestattetes High-End-Restaurant – dort zu dinieren, ist ein echtes Erlebnis. Man solle im "Hawthorne" nicht einfach bloß "essen", sondern "schmecken", darauf legt Slowik großen Wert.

Geschmacklich ist der Besuch im "Hawthorne" auch jeden Cent wert. Dem Genussmenschen Tyler (Nicholas Hoult) schmeckt es sogar so gut, dass ihm zwischendurch vor lauter Ergriffenheit die Tränen kommen – "alles sehr bewegend", schwärmt er vor seinem Teller. Alle Gäste, darunter auch eine Restaurantkritikerin und ein Filmstar, sind hellauf begeistert. Nur eine lässt das alles kalt.

Margot (Anya Taylor-Joy, "Das Damengambit"), von Tyler im Rahmen eines Dates auf Hawthorne Island geschleppt, hält die ganze Haute-Cousine-Geschichte für ziemlichen Blödsinn. Sie belächelt sie gar und ist als einzige anwesende Person vollkommen unempfänglich für Slowiks kulinarischen Zauber. So bringt Margot eine besondere Note (und eine neue Perspektive) in diese Geschichte, die ohnehin einen ziemlich verrückten Verlauf nimmt.

Nach und nach kommt heraus, dass Slowik in seinem Menü kleine Hinweise auf etwas Größeres versteckt hat, an einem Punkt philosophiert er unheilvoll: "Was in diesem Raum geschieht, ist bedeutungslos im Vergleich dazu, was draußen passiert." Später dann sieht man Stühle fliegen, Feuer brennen, Menschen im Rahmen eines perfiden Spiels um ihr Leben rennen.

Das von Seth Reiss und Will Tracy verfasste Drehbuch zu "The Menu" stand 2020 auf der "Black List" der besten noch unverfilmten Ideen Hollywoods, in der Umsetzung von Regisseur Mark Mylod wurde daraus ein atmosphärischer Horror-Thriller mit satirischen Zügen und generell sehr hohen Ansprüchen – für die Umsetzung der einzelnen Gerichte zog man mit Dominique Crenn (drei Michelin-Sterne) sogar eine echte Star-Köchin als Beraterin hinzu. Am Ende waren all das wohl die richtigen Zutaten: Nach der Premiere im September wurde "The Menu" bereits als möglicher Oscar-Kandidat gehandelt.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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