Vor Jahren hat sich Henry mit seinem Sohn Gabriel bestens verstanden, zumal sie beide die Vorliebe für Musik teilten. Doch mit der Pubertät und der aufkommenden Anti-Vietnam- und Flower-Power-Bewegung Ende der 60er Jahre wurde ihr Verhältnis immer zwiespältiger – bis Gabriel dem Elternhaus genervt den Rücken kehrte. Viele Jahre später ohne jeglichen Kontakt erfahren die Eltern, dass ihrem Sohn ein Gehirntumor entfernt werden muss. Nach der Operation ist sowohl das Erinnerungsvermögen als auch das Kurzzeitgedächtnis von Gabriel schwer beschädigt. Nur wenn er Musik hört, erwachen seine Lebensgeister, kehren sogar Erinnerungen zurück. Herny wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder Kontakt zu seinem Sohn zu bekommen. Er engagiert die Musiktherapeutin Dr. Daly und beschäftigt sich schließlich auch mit der Musik, die sein Sohn so liebt ...

Nach der Fallstudie "The Last Hippie" des britischen Neurologen Dr. Oliver Sacks (auf seinen Erfahrungen basiert auch "Zeit des Erwachens") inszenierte Produzent Jim Kohlberg mit seinem Regiedebüt eine einfühlsam erzählte Vater-Sohn-Geschichte, die vor allem von dem gelungen eingefangenen Zeitkolorit und dem starken Spiel der Hauptdarsteller lebt.

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