In naher Zukunft versuchen die USA, ihr Kriminalitätsproblem in den Griff zubekommen, indem einmal im Jahr eine 12-Stunden-Frist, die sogenannte "Säuberung" gewähren. In dieser Zeit kann jeder, der möchte, unbehelligt Straftaten einschließlich Mord begehen. Sicherheitsexperte James Sandin verriegelt wie jedes Jahr sein Haus und schließt sich für die 12 Stunden ein. Doch als sein Sohn auf den Überwachungskameras sieht, dass ein Schwarzer offenbar durch die Siedlung schleicht und um Hilfe bittet, lässt er den Flüchtigen ins Haus. Hier hat sich auch der Freund der Tochter eingeschlichen, um James, der gegen seine Beziehung zur Tochter ist, zu töten. Als dann auch noch eine Horde mordlustiger Gestalten vor dem Haus erscheint und die Herausgabe des Schwarzen fordert, eskaliert die Situation und ein unbarmherziger Kampf um Leben und Tod nimmt seinen Lauf ...

Regisseur James DeMonaco hat in seinem zweiten Spielfilm durchaus ein paar gute Ideen eingebaut. Doch die ganze Geschichte ist derart abstrus konstruiert, dass ein wirklicher Grusel nie aufkommen will, auch wenn ein paar Momente gute Ansätze bieten. So verkommt leider auch die imposante weil provokante Prämisse der 12-Stunden-Straffreiheit hier zu reiner Staffage für diverse Brutalitäten. Alle Protagonisten handeln hier wie unter schlecht wirkenden Drogen. Zudem konnte sich DeMonaco offenbar nicht entscheiden, ob er einen Suspense-Thriller oder einen Horror-Schocker inszenieren wollte. Deshalb wirkt das Ergebnis wohl auch wie ein unausgegorener Mix, in dem die Schwächen überwiegen.

Foto: Universal