In den Sechzigerjahren wächst Jack als ältester von drei Brüdern in einer scheinbar heilen Welt auf. Doch hinter dem Vorhang der kleinbürgerlichen Existenz kriselt es, zeigen sich erste Risse in der Fassade der Wohlanständigkeit. Während Jack eher zart besaitet ist, verlangt der Vater, Härte zu zeigen und für seine Interessen zu kämpfen. Doch der Streit der Eltern und schließlich der Unfalltod seiner Bruders lassen das Leben von Jack zur Hölle auf Erden werden. Selbst als Erwachsener wirken die Erinnerungen an die Kindheit noch schwer nach und lassen Jack zu einer vereinsamten Menschenseele werden ...

Terrence Malick, von einigen zur Regie-Ikone stilisiert, hat mal wieder einen Film inszeniert. Wie bei seiner anderen Werken (abgesehen von "Badlands") gilt auch hier die Devise: weniger wäre mehr gewesen. Malick hat sich für eine verschachtelte Erzählweise entschieden, springt in den Zeitebenen hin und her, bringt Sequenzen (wie etwa der Schnelldurchlauf der Evolutionsgeschichte), die zwar nett anzusehen sind, aber nicht unbedingt die eigentliche Geschichte voranbringen. Über allem schwebt ein nerviger Esotherik-Touch, der wesentlich kitschiger daherkommt als etwa in Eastwoods "Hereafter - Das Leben danach". Was für den einen große Kinokunst ist ("The Tree of Life" wurde bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet), ist für den anderen schierer Esotherik-Bockmist. Was bleibt sind lediglich einige starke Szenen.

Foto: Concorde