Der afroamerikanische Schriftsteller Darius James gilt als Koryphäe im Bereich der Ursprünge und Mythen der US-Popkultur. In vielen Essays hat er mit beißender Ironie die junge Kulturgeschichte Amerikas in seinen Grundfesten zum Wanken gebracht. Diesmal reist er von New York in den Süden, auf der Spur der Blues-Mythen des Mississippi-Delta und den Voodoo-Riten von New Orleans.

Ein paar kuriose Begegnungen sind durchaus unterhaltsam, doch das Meiste bleibt hier recht oberflächlich und nebulös wie etwa das Hauptthema, der Zusammenhang zwischen Voodoo und musikalischer Kreativität. Da können Maskensammler, Gumbo-Köche oder seltsame Wunderheiler schon mal ganz gewaltig nerven. Schade, da hätte man durchaus mehr und vor allem Interessanteres raus machen können.

Foto: Real Fiction