1953 schrieb der 83-jährige Theodor Hierneis seine Erinnerungen an seine Lehrzeit in der Küche Ludwigs II. von Bayern nieder. Hans Jürgen Syberberg adaptierte sie in einer attraktiven Mischung aus Spiel und Dokumentation für Bildschirm (60 Minuten) und Leinwand (81 Minuten). Zusammen mit seinem "Theodor Hierneis" Walter Sedlmayr schrieb er das Buch, war Produzent und Regisseur. Für Sedlmayr brachte der Monolog des "ehem. Hofkochs" den Durchbruch als ernst zu nehmender Filmschauspieler - und ein Filmband in Gold. "Am Ende seines Lebens gab der ehemalige Hofkoch und Geschäftsmann Th. Hierneis seine Memoiren an seine Zeit als Kücheneleve in der Hofküche Ludwigs II. heraus. Die Erinnerungen gestatten einige interessante Einblicke in die Natur des Dienens und sind ein Dokument darüber, wie man 'ehem. Hofkoch' wird. Dieser Film ist auch ein Beitrag zur Tradition des deutschen Mittelstandes in der Provinz." So lautet der Vorspann des biografischen Films, der sich auf die Figur und die Geschichten des Theodor Hierneis stützt und dessen Erinnerungen durch Berichte und Dokumente aus dem Umkreis der Diener und Lakaien erhellend ergänzt.