Maung Thura, besser bekannt als Zarganar, ist Burmas berühmtester Comedian. Im Jahr 2007 gab er – trotz strengsten Verbots des Regimes – dem britischen Dokumentarfilmer Rex Bloomstein ein Interview. Das Gespräch zwischen Zarganar, der bereits fünf Jahre in Einzelhaft verbrachte, und Bloomstein dauerte zwei Tage. Sie sprachen in seiner Wohnung, auf den Straßen Ranguns und in einem Theater, in dem Kollegen ein Stück einprobten, an dem er selbst nicht teilnehmen durfte. Material entstand, das so noch nie zuvor gefilmt oder gesendet wurde. Doch während Bloomstein versuchte, Produzenten für eine umfassende Dokumentation über Zarganar zu begeistern, wurde dieser bei der "Saffron-Revolution" und aufgrund seines öffentlichen Engagements zugunsten der Opfer des verheerenden Zyklons Nargis erneut festgenommen. Falsche Anschuldigungen führen dazu, dass Zarganar zu 59 Jahren Haft verurteilt wurde. Im Oktober 2011 wurde er zusammen mit tausenden weoterer politischer Häftlinge aus dem Gefängnis entlassen.

Der deutsche Comedian Michael Mittermeier war von Zarganars Geschichte derart erschüttert, dass er sich spontan mit Rex Bloomstein zusammentat, um einen Film über Mang Thura zu drehen und ihn über dieses Medium in die Welt hinaus sprechen zu lassen. Gemeinsam reisten Mittermeier und Bloomstein nach Burma, um unter großem Risiko Zarganars Spuren zu folgen und mit Gefährten, Freunden und seiner Familie zu sprechen.

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