Die Geschichte des Fußballers Thomas Broich, der einst als deutsche Hoffnung für die Nationalmannschaft in einem Atemzug mit Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger genannt wurde. Als 22-Jähriger kam er vom Zweitliga-Verein Wacker Burghausen nach Mönchengladbach. Ein Mann, der als nachdenklicher Stratege galt, der das Leben liebt und Literatur und klassische Musik seine großen Leidenschaften nennt. Doch der "Mozart" des Profi-Fußballs konnte mit dem Druck und den Medien nicht wirklich umgehen, hatte Probleme - besonders mit autoritären Trainern. Broichs Karriere geriet ins Wanken und das Talent mehr und mehr aufs Abstellgleis. 2010 fasste Broich den Entschluss, in Australien sein Glück zu versuchen – und tatsächlich wurd mit dem Erstligaclub Brisbane Roar australischer Meister und belegte bei der Wahl zu Australiens Fußballer des Jahres Platz Zwei.

Dokumentarfilmer Aljoscha Pause zeichnet in diesem Langzeitporträt die wichtigsten Station im Leben des Fußballers nach, lässt auch die Phasen der Depression nicht außen vor, wiederholt sich aber allzu häufig. So wirkt das Werk mit zwei Stunden Spielzeit deutlich zu lang, birgt aber für den interessierten Zuschauer eine Menge Material, das hierzulande nur in wenigen Berichten wiedergegeben wird.

Foto: mindjazz pictures