Maria (Kim Basinger) und ihr Mann Peter (Sebastian Schipper) führen eigentlich eine glückliche Ehe. Sowohl privat als auch beruflich leben sie sorgenfrei. Nur die Tatsache, dass sie seit zehn Jahren versuchen, ein Kind zu bekommen, trübt das Idyll und führt vor allem Maria zusehends zur Verzweiflung. Nach einer Fehlgeburt rät ein Arzt Maria, aus gesundheitlichen Gründennicht mehr schwanger zu werden. Peter versucht schweren Herzens mit dem Gedanken zurechtkommen, seine Frau aber hat eine riskante Idee: Sie möchte an der deutsch-tschechischen Grenze das Baby einer Prostituierten kaufen. Ohne ihren Gatten begibt sie sich auf eine Reise, die zum Albtraum wird. Ehe sie sich versieht, findet sich Maria in einem Strudel aus Gewalt und Verzweiflung wieder.

Beeindruckend emotional

Was zunächst wie ein klassisches Beziehungsdrama um einen unerfüllten Kinderwunsch beginnt, nimmt nach einer Weile durch mehrere spannende Wendungen noch einmal an Fahrt auf. Der Zuschauer begleitet Kim Basinger, losgerissen von Sebastian Schipper (bekannt als Wotan Wilke Möhrings "Tatort"-Kumpel Jan Katz), auf einer verzweifelten und emotionalen Reise, die immer wiede ins Genre des Psychodramas abdriftet. Generell ist der Film keine leichte Kost. Auch einige Aufnahmen sind nichts für zartbesaitete Zuschauer. Und allein die Geschichte der deutsch-dänischen Koproduktion, deren grausame Szenen auf dem Strich an der deutsch-tschechischen Grenze auf eigenen Beobachtungen von Regisseur Andreas Morgenthaler beruhen, ist eigentlich schon verstörend genug.