Der desillusionierte und ausgebrannte Cop Vincent Drieu wird auf eigenen Wunsch in ein neues Polizeirevier versetzt, fernab von Paris, irgendwo in der französischen Provinz. Schon bald merkt er, dass dort nicht alles so läuft, wie es laufen soll: Seine Chefin hat die Polizeistation bereits innerlich abgeschrieben, seine Kollegen wirken korrupt, bestenfalls gleichgültig, und auch die Aufklärungsquote der Verbrechen könnte besser sein. Als Drieu sich eines neuen Falls annimmt, gerät er nicht nur ins Visier der Gangster, sondern stößt auch bei seinen Kollegen auf zähen Widerstand, den er sich nur schwer erklären kann ...

Eigentlich kann man bei französischen Kriminalfilmen nicht viel verkehrt machen, denn meist erweisen sich diese als routiniert in Szene gesetzte Genrewerke mit einigen Härten. Dass es leider auch anders geht, zeigt diese klischeebeladene Regiearbeit des französischen Krimi-Spezialisten Claude-Michel Rome, der sein Werk mit viel Action anreicherte, dabei aber Drehbuch und Schlüssigkeit aus den Augen verloren zu haben scheint. Richard Berry ("Countdown bis zum Tod", "Der Killer und die Nervensäge") überzeugt zwar als desillusionierter Cop, aber derartige Geschichten hat man schon des öfteren und vor allem besser gesehen.

Foto: ZDF/Stèphane Beneyton