Die alleinerziehende Elmas sorgt sich intensiv um ihre beiden Kinder Can und Sevgi. Was die beiden allerdings nicht ahnen: um ihnen ein gutes Leben zu bieten, prostituiert sich Elmas. Dies wiederum hat zum Zerwürfnis mit ihrem Vater geführt.

Als der pubertierende Can jedoch von einem Kumpel ein Besuch bei einer Prostituierten als Geschenk bekommt, staunt der Junge nicht schlecht, als er seiner Mutter gegenübersteht. Der Junge ist völlig konsterniert, total hilflos und wird unter Schock stehend gar aggressiv.

In seiner Wut schnappt er sich die kleine Schwester und sucht beim nahezu unbekannten Großvater Unterschlupf. Elmas hingegen ist nun vollends sicher, dass sie ihr Leben ändern muss. Doch ob ihr Zuhälter das auch so sieht?

Meist arg schwerfällig und zäh

Immerhin traut sich Regisseur Kadir Sözen ("Gott ist tot", "Winterblume") - Sohn türkischer Einwanderer - hier Probleme einer türkisch-stämmigen Prostituierten zu thematisieren. Auch wenn Narges Rashidi ihre Rolle gut meistert und sogar vor Nacktheit nicht zurückschreckt, wirkt die Inszenierung dann doch allzu TV-mäßig, um als akzeptable Kino-Kost durchzugehen.

Die Kombination aus Milieu-Studie, Familiendrama, Coming-of-Age-Story und Migrationshintergrund funktioniert zwar einigermaßen, wird aber meist arg schwerfällig und zäh, manchmal gar recht hölzern erzählt, dass man nicht so recht weiß, was Sözen denn nun eigentlich erzählen wollte.