Bekannte Voodoo-Insignien wirken von außen oftmals bedrohlich: Verweste Ziegenköpfe mit gebleckten Zähnen, kleine Puppen aus dreckigen Stofffetzen, Hühnerfedern, Blut, sonderbare Amulette zum Schutz vor bösen Mächten. Was hierzulande Unverständnis, Ekel und Angst auslöst, ist in den Ländern, in denen Voodoo praktiziert wird, Religion und Medizin in einem. In stundenlangen Voodoo- Zeremonien wird verschiedenen Göttern gehuldigt, Menschen fallen in Trancezustände und es werden Blutopfer gebracht. Nicht Eingeweihten erscheinen diese Zeremonien chaotisch und ohne jede Struktur, die Rituale erschließen sich dem westlichen Zuschauer nicht auf Anhieb. Dabei geht es in erster Linie um Heilung. Energien, die durcheinander geraten sind, sollen so wieder in die richtige Ordnung gebracht werden.

Auf den Spuren von Alberto Venzagos "Voodoo - Mounted by the Gods" reiste der Essener Ethnologe und Fotograf Henning Christoph ins afrikanische Benin, in das Mutterland des Voodoo-Kultes. Der Gründer und Direktor des ww.soul-of-africa.com/deutsch/frame.html Soul-of-Africa-Museums in Essen gilt als ausgewiesener Afrika-Experte, der über hervorragende Kontakte verfügt. So wurde ihm etwa von einem afrikanischen Voodoo-Priester der Titel "Chronist des Voodoo" verliehen. Christoph hat mit der Kamera Rituale begleitet, die zum Teil nie vorher gefilmt wurden. So entstand eine authentische Darstellung unterschiedlichster Aspekte des Voodoo, die das Verständnis hierzulande sicher steigern dürfte.

Foto: Alamode (24 Bilder)