Die Schwester des Puppenspielers Thomas Deleuran (Anders W. Berthelsen, Foto mit Maria Bonnevie), die Fotojournalistin Charlotte, ertrinkt auf mysteriöse Weise in Malmö, kurz bevor sie ihrem Bruder Informationen über ihren Vater zukommen lassen kann. Da Charlotte eine gute Schwimmerin war, glaubt Thomas nicht an einen Unfall. Auf der Beerdigung lernt er ihre Freundin Ursula kennen, die ihr versichert, dass Charlotte sich durch ihre Nachforschungen in Lebensgefahr begeben hat. Sie hatte Einsicht in Dokumente erhalten, die ihren Vater, einen bereits verstorbenen Geheimdienstmann, beschuldigen, an der Entwicklung biologischer Waffen beteiligt gewesen zu sein. Auch eine Bruderschaft namens "Tyrfing" soll dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Thomas ist nun vollends davon überzeugt, dass Charlotte ermordet wurde, und ermittelt auf eigene Faust. Dann wird Ursula auch getötet ...

Der dänische Regisseur Søren Kragh-Jacobsen drehte diesen Politthriller mit bedrohlicher Atmosphäre. In düsteren Bildern frönt Kragh-Jacobsen fröhlich finsteren Verschwörungstheorien und zeigt die Gefahren eines Überwachungsstaates. Unterstützt wird er dabei von einem beherzt aufspielenden Schauspieler-Ensemble, aus dem besonders Anders W. Berthelsen ("Italienisch für Anfänger", "Kletter-Ida") hervorzuheben ist. Kragh-Jacobsen, der seine Karriere mit Kinderfilmen wie "Goldregen" und "Die Insel in der Vogelstraße" begann, drehte später Werke wie den "Dogma"-Film "Mifune" (ebenfalls mit Berthelsen). Seinen Ruf als Krimi-Spezialist baute er danach mit den "Adler"-Filmen "Der Adler - Die Spur des Verbrechens - Codename Kronos" und "Der Adler - Die Spur des Verbrechens - Codename: Minos" weiter aus.

Foto: ZDF/Ole Kragh-Jacobsen