13 Jahre nach der Wende: Nach dem Krebstod ihres Vaters Benno Ehrwald findet die im Westen lebende Medizinjournalistin Katja Hinweise, dass ihr Vater als einer der führenden ehemaligen Dissidenten der DDR im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen radioaktiven Strahlen ausgesetzt wurde, um ihn damit langsam zu vernichten. Der mutmaßliche Mord auf Raten und die verpasste Chance, mit ihrem Vater nach Jahren der Trennung Frieden zu schließen, lassen Katja keine Ruhe. Auf der Suche nach Beweisen und nach den Verantwortlichen für dieses Verbrechen stößt sie auf den Gefängnisaufseher Matusch. Katja ahnt nicht, dass die alten Seilschaften von ihren Recherchen wissen, sie von dem zwielichtigen Kripobeamten beobachten lassen und Matusch als Bauernopfer ins Spiel gebracht haben. Ihr Versuch, Matusch vor Gericht zu bringen, scheitert. Katja begreift, dass die eigentlichen Schuldigen an anderer Stelle sitzen. Unterstützt von einem alten Freund und Schicksalsgenossen ihres Vaters, dem Antiquar Keplin, forscht sie hartnäckig weiter, bis sie in dem früheren Stasi-Offizier Lutz Gredler, der inzwischen mit perfekt gefälschter Identität als harmloser Biedermann unter dem Namen Blom an der Ostsee lebt, den eigentlichen Urheber der mörderischen Stasi-Methoden gefunden zu haben glaubt. Katjas Jugendfreund, der Lokalreporter Heiko Brand, will sie vor unüberlegten und gefährlichen Schritten bewahren, macht sich dadurch in ihren Augen aber nur selbst verdächtig, "auf der anderen Seite" zu stehen. So geht Katja ihren Weg unbeirrt weiter. Als Haushaltshilfe findet sie Zugang zu Gredlers Haus und beschließt, die Bestrafung des vermeintlichen Mörders ihres Vaters in die eigene Hand zu nehmen. Dabei begibt sie sich in höchste Gefahr...

Auch wenn nicht alles stimmig ist: Der "Tatort"- und Krimi-Erprobte Regisseur Friedemann Fromm ("Unter Verdacht - Verdecktes Spiel", "Brennendes Schweigen") inszenierte mit diesem Politthriller ein spannendes Stück Vergangenheitsbewältigung. Für das packende Drehbuch zeichneten Theo Regnier ("Menschenjagd") und Norbert Eberlein ("Küss mich, Tiger!") verantwortlich.