Im Jahre 1904 erweist sich in einer kleinen osteuropäischen Stadt das jüdische Mädchen Yentl als äußerst begabt. Yentls größter Wunsch ist es, den Talmud studieren zu dürfen. Doch dies bleibt ihr versagt, da diese Ausbildung nach jüdischem Gesetz jungen Männern vorbehalten ist. Kurz entschlossen sucht und findet Yentl nach einem Ausweg: Sie verkleidet sich als Mann und wird prompt in die Runde der Studenten aufgenommen. Schon bald brilliert die junge Frau in Herrenkleidern mit herausragenden Leistungen. Doch sie merkt auch schnell, dass die neue Rolle ebenfalls von vielen Zwängen und unerfüllbaren Erwartungen geprägt ist. Als Yentl sich verliebt, ist sie plötzlich nicht nur orientierungslos, sondern auch noch in komplizierte Verhältnisse verstrickt...

Dieser einfühlsame Film ist das Regiedebüt von Barbra Streisand, die auch das Drehbuch schrieb, als Produzentin fungierte und die Hauptrolle spielt. Als Vorlage benutzte Streisand eine Kurzgeschichte von Isaac Bashevis Singer. Die Lehre aus der G'schicht: Gesellschaftliche Normen sind ein großer Mist! Schön, dass es trotzdem eine Komödie bleibt. Einziger Nachteil: Das Ganze ist leider als Musical konzipiert und man muss den Gesang der Streisand schon mögen, um den Film genießen zu können.