Frank Öllers, Kai Niederländer und Bianca März reisen im Auftrag einer dubiosen Firma als Business Consultants durch die Welt. Sie optimieren Unternehmen, indem sie meist für Entlassungen sorgen und dadurch die Gewinne steigern. Sie erledigen alles nur in zähen Verhandlungen, kommen also mit Prodúktionsstätten oder gar den Tragödien, die hinter den Entlassungen stehen, nie in Berührung. Ihr eigenes Ziel indes besteht darin, die Karriereleiter noch weiter hoch zu steigen und noch mehr Geld zu verdienen, denn schließlich wurde ihr Ex-Kollege Hellinger bereits befördert. Gerade in Nigeria, erfahren die drei vom Selbstmord Hellingers und in der Folge beginnen sie, sich gegenseitig zu zerfleischen, um an dessen Job zu kommen. Dabei nehmen sie kaum wahr, dass vor den Toren ihres klimatisierten Hotels ein Bürgerkrieg tobt ...

Regisseur Johannes Naber ("Der Albaner") entlarvt in dieser deftigen Groteske die Denkweise geldgeiler Möchtegern-Macher, die im wahrsten Sinne des Wortes über Tote gehen. Da dem Regisseur offenbar nicht allzu große finanzielle Mittel zur Verfügung standen, reduziert er die Handlung kammerspielartig auf die Hotelzimmer, die er ebenso wenig verlässt wie die Protagonisten. Mit vielen zynischen Sprüchen stellt Naber das verbale Zerfleischen zur Schau, fragt kritisch bis zum bitteren Ende, ob Karrierismus sogar über die Unversehrtheit des Leibes gestellt werden kann. Sympathieträger gibt es hier nicht, aber jede Menge Wahrheiten!